Schutzinitiative  

   

Der Stadtteilführer "Be Well in Hamburg St. Georg" ist erschienen  

Zum neunten Mal
"Be Well in Hamburg St. Georg" für 2018



…ist im Stadtteil erhältlich!

   

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Dragomirs Spruch der Woche
frei nach Winston Churchill: "Etwas aufzubauen mag langsame und mühsame Arbeit von Jahren sein. Es zu zerstören kann der gedankenlose Akt eines einzigen Tages sein."

   

Ein herzliches willkommen bereiteten Imam Mehmet Karaoğlu und Mustafa Güngör, 
Büroleitung und Assistent des Vorstands von der Centrum Moschee in Hamburg St. Georg ihren Gästen.
Bei köstlichem Tee im Restaurant Afiyet stellten sich die Teilnehmer vor. Mit von der Partie waren der Chef der Arbeitsagentur Sönke Fock und die evangelische Pastorin Elisabeth Kühn. Es folgte eine Einladung in den Gebetsraum für Männer zum Abendgebet. Die Frauen beten zeitgleich, aber in einem anderen Gebetsraum. Überrascht waren die Gäste, dass sie dieser Zeromonie beiwohnen durften. Fünf Gebete am Tag sind für den Moslem Pflicht, hierzu sind bestimmte Zeiten vorgesehen, die der technik-affine Moslem heute per App abruft.


Nach der ca. 10 - 15 minütigen Gebetszeremonie, an der viele männliche Gläubige teilnahmen, bat Mehmet Karaoğlu die Gäste vor die Gebetsnische, die Mihab. Er erklärte deren Ausstattung. Die integrierten arabischen Schriftzeichen bedeuten "Allah ist lebendig und ewig" und weiter sinngemäß "Er wird nicht müde, ihm gehört alles, ohne seine Fürsprache läuft nichts." Früher wurde in Richtung Jerusalem gebetet, heute in Richtung Kaaba, Mekka. Auf weiteren Kalligraphiefliesen steht in spiegelverkehrter Schrift "Es gibt keinen Gott außer Allah". Die prachtvollen Kacheln kommen aus der Türkei und sind eine Spende. Sodann präsentierte Karaoğlu die wichtigsten Utensilien des Moslems: ein kleiner Gebetsteppich zum Mitnehmen, denn gebetet werden kann überall. Die einzige Voraussetzung ist, dass es sauber sein muss. Des Weiteren den Gebetskalender, sofern nicht mit App gearbeitet wird; ein Miswak, ein Stäbchen für die natürliche Zahnreinigung, heute gibt es auch schon Zahncreme aus Miswak; Kompass für die Gebetsrichtung, Kopftuch für Frauen, Kappe für Männer, Gebetsketten, Duftöle, Ausgabe des Koran. Ein Büchlein für Kinder zeigt, wie die tägliche Reinigung vorgenommen werden soll. "Hat jeder Moslem den Koran gelesen?" " Das Kerngebet sollte jeder Moslem auf arabisch sprechen können, weitere Inhalte können in den jeweiligen Landessprachen gelernt werden. Jeder Moslem kennt ca. 4 Seiten des Koran auswendig", erläutert Karaoğlu. "Der Koran ist die Vollendung. Seine Geschichte beginnt wie für Christen und Juden bei Abraham, den alten Propheten zu denen auch Jesus zählt. Moslem heißt übersetzt der Gottergebene, daraus folgt dass alle Propheten Muslime gewesen sind. Die Aufzeichnungen des Koran beginnen mit Mohammed, also gut 600 Jahre nach Jesus Christus. Mohammed wurden die Offenbarungen des Allah eingegeben. Rund um deren Auslegungen gab und gibt es Deutungsprobleme, die zu heutigen Gesellschaftsproblemen führen können. Die Quellen des Islam sind der Koran, der Konsens der Gelehrten und der Analogieschluß, wobei die Rechtsquellen dynamisch sind und sich ständig weiterentwickeln, erklärt Karaoğlu, der in Deutschland Theologie für Moslems studiert hat. "Also sind die Grundeinstellungen für ein friedliches Miteinander doch gar nicht so weit auseinander", meint Quartiersmanager Wolfgang Schüler abschließend und bedankt sich für die Einladung in die Centum Moschee. Wie vereinbart findet die Fortsetzung der Gespräche für Interessierte am Donnerstag, den 5. April 2018 um 17.30 Uhr statt. BGB

Zum Motiv: Die prachtvolle  Mihab im Gebetsraum für Männer in der Centrum Moschee Hamburg St. Georg  
Foto: Barbara Gitschel-Bellwinkel

 

 

   

Mit freundlicher Unterstützung von

   

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