Die 15. Ausgabe "Be Well in Hamburg St. Georg" ist erschienen  

St. Georgs Stadtteilführer für 2024

 

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    - unverwechselbar und individuell -
 

   

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Dragomirs Spruch der Woche
frei nach Winston Churchill: "Etwas aufzubauen mag langsame und mühsame Arbeit von Jahren sein. Es zu zerstören kann der gedankenlose Akt eines einzigen Tages sein."

   

"BESSER NICHTS WISSEN"
oder: Wie Sergio wieder ein Gesicht bekam. Am 20. April 1945, als die alliierten Truppen bereits vor den Toren Hamburgs standen, beschlossen die Nazis, zwanzig Kinder im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren zu ermorden, die im Konzentrationslager Neuengamme monatelang für "medizinische Experimente" mit Tuberkulose-Bazillen missbraucht worden waren. Der Ort, an dem sie von SS-Männern erhängt wurden und mit ihnen achtundzwanzig erwachsene Häftlinge, darunter mindestens vierundzwanzig sowjetische

Gefangene, war die Schule am Bullenhuser Damm.
Der Autor Günther Schwarberg (1926 – 2008) hat diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit 1979 durch eine Serie im Hamburger Wochenmagazin STERN bundesweit bekannt gemacht und später zwei Bücher darüber geschrieben.
Im Jahr 2023 ist in Deutschland das Buch  "Besser nichts wissen" von Titti Marrone erschienen, in dem die italienische Schriftstellerin die Geschichte der Schwestern Tatjana und Andra Bucci rekonstruiert, die als Kinder nach Auschwitz deportiert worden waren. Sie gehören zu den wenigen, die das Lager überlebt haben. Zusammen mit ihnen war ihr Cousin Sergio De Simone in Auschwitz, einer der zwanzig jüdischen Kinder, die der SS-Arzt Kurt Heißmeyer für seine pseudowissenschaftlichen Versuche ins Hamburger KZ Neuengamme bringen ließ.
"Man ist erst dann wirklich tot, wenn man von allen vergessen ist", schreibt Titti Marrone. In "Besser nichts wissen" erzählt sie von der Suche der Eltern nach Spuren ihres Sohnes Sergio De Simone, von dessen Schicksal sie jahrzehntelang nichts erfahren konnten.
Die Erinnerung an die in der Schule am Bullenhuser Damm ermordeten Kinder bleibt in Hamburg lebendig, und auch Sergio De Simone als einer von ihnen hat wieder ein Gesicht bekommen. Jedes Jahr besuchen Familienangehörige aus Neapel und der ganzen Welt die Hamburger Gedenkstätte, darunter die Geschwister Andra und Tatiana Bucci. Sie schreiben in ihrem Bericht "Wir, Mädchen in Auschwitz", wie die Nazis Sergio in eine Falle lockten, als sie ihm versprachen seine Mutter wiederzusehen, bevor sie ihn in den Zug nach Neuengamme setzten. "Daran erinnern wir uns sehr gut: Alle zwanzig steigen in einen Viehwaggon und sehen uns an. Es war ein hinterhältiger Betrug. Zwanzig kleine Engel wurden fortgebracht und in der falschen Hoffnung gewogen, zur Mutter zu kommen. Tief in uns drin wussten wir, dass wir sie nie wiedersehen würden." Eine Lesung in Erinnerung an die Kinder vom Bullenhuser Damm
im Rahmen der Woche des Gedenkens im Bezirk Hamburg-Mitte
mit Sylvia Wempner, Oralie Jaanart, Giovanni Zocco und Mitgliedern der Bagonghi Compagnie Hamburg.
Am Flügel: Edvard Rundberg


Leitung: Hans Happel
und Philipp Roth


Termin: 20. April 2024
um 19 Uhr
in der St. Georgskirche
St. Georgs Kirchhof 3

Eintritt frei | Spenden für die Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm e.V. erbeten

 

 

 

   

Mit freundlicher Unterstützung von

   

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